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Den Märkten könnte daher noch ein unschönes Erwachen drohen. Jedoch gibt es gleichzeitig viel Unterstützung für die Märkte durch starke Fundamentaldaten. Zu vielen dieser Daten erhalten wir diese Woche wichtige Updates. Von diesen Zahlen könnte es abhängen, ob die Aktienrallye trotz Krieg weitergeht oder nicht.
Zum Thema Fundamentaldaten stehen viele Neuigkeiten an. Die Berichtssaison für das erste Quartal startet in ihre geschäftigste Woche. US-Technologiegiganten wie Microsoft, Amazon, Apple, Alphabet und Meta werden ihre Investoren über ihre Geschäftsergebnisse und ihre Investitionen in KI informieren.
Weitere wichtige US-Unternehmenszahlen kommen von Eli Lilly, Visa, Mastercard, Coca-Cola, Chevron, Exxon Mobil, Merck, Amgen, Qualcomm, GM, Verizon und AbbVie.
In Europa werden wichtige Berichte etwa von Novartis, Linde, Airbus, TotalEnergies, Schneider Electric, erwartet sowie von den Banken Barclays, BNP Paribas und Banco Santander. Im Pharmabereich werden AstraZeneca und GSK sowie der Konsumgüterriese Unilever berichten.
An Wirtschaftsdaten werden die BIP-Zahlen für das erste Quartal aus der Eurozone sowie den USA erwartet. Diese Daten werden allerdings noch nicht die Auswirkungen des Irankriegs und der Hormus-Blockade widerspiegeln.
Auch die Zentralbanken werden die Märkte bewegen: Die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Japanische Zentralbank werden über ihre Leitzinsen entscheiden. Von allen wird erwartet, die Leitzinsen nicht anzupassen, um die Folgen des Irankriegs abzuwarten.
Für die Fed wird es die voraussichtlich letzte Sitzung mit Jerome Powell als Vorsitzendem. Ob Kevin Warsh als Nachfolger jedoch rechtzeitig bestätigt wird, war bis Sonntag ungewiss. Doch jüngst gab es in diesem Drama eine positive Wende: Trumps Justizministerium hat das Verfahren gegen Powell eingestellt. Im Gegenzug hat der abtrünnige Republikaner Tillis zugestimmt, Warsh zu unterstützen.
Angesichts der großen Bedeutung von Technologieaktien und der jüngsten Geschäftsberichte werfen wir in unserem Chart der Woche erneut einen Blick auf die Tech-Titel. Wir sehen nämlich eine Wachablösung bei den Gewinnern und Verlierern. Softwareunternehmen von Microsoft bis SAP wurden zuletzt abgestraft, während Hardwareentwickler und -hersteller wie Intel, Samsung und TSMC ein regelrechtes Kursfeuerwerk erleben.
Viele Grüße,
Ihr Daniel Grabowski

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